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| Mit der Endurance ins ewige Eis: Meine Antarktisexpedition 1914-1917 von , ,
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Großes Vorbild
• • • • • (bewertet mit 5 von 5 Punkten)
Alle meine Rezensionen ansehen (REAL NAME) Rezension bezieht sich auf: Mit der Endurance ins ewige Eis: Meine Antarktisexpedition 1914-1917 (Taschenbuch) Vom haarsträubenden Abenteuer Shackletons hatte ich schon vor einigen Jahren im TV gehört bzw. gesehen. Schon damals beeindruckte mich das Verhalten Shackletons, seine Männer auf keinen Fall im Stich zu lassen. Jetzt war es für an der Zeit, aus erster Hand mehr Details über die damalige Expedition in die Antarktis zu erfahren. Shackleton beschreibt chronologisch in sachlicher und detaillierter Weise, was sich damals ereignet hat. Schon die Vorstellung, mit einem für heutige Verhältnisse kaum gegen Eis geschützten Schiff, ohne die heutigen modernen Expeditionskleidungen, ohne moderne Navigationsinstrumente in die annähernd unbekannte Antarktis vorzustoßen, läßt mir in meinem wohlig warmen Wohnzimmer einen Schauer über den Rücken laufen. Was müssen diese Männer damals für Mut und Idealismus besessen haben? Die überragende Heldentat Shackletons besteht meiner Erachtens jedoch darin, nach dem Scheitern der Expedition den Großteil seiner Männer auf Elephant Island zurückzulassen, um Hilfe zu holen. Im Buch ist das Schiff abgebildet, mit dem sich er und einige Männer über die rauhe arktische See auf den Weg nach Südgeorgien machten, um dort bei einer Walfangstation auf Unterstützung zu hoffen. Schiff ist eigentlich übertrieben, es handelt sich eher um eine wenige Meter lange Nußschale. Unglaublich, dass die Männer diese Seefahrt heil überstanden haben. In einem weiteren bemerkenswerten Kraftakt mußte die erschöpfte Truppe die mit Gletschern und Bergen übersäte Insel Südgeorgiens durchqueren, um zur Walfangstation zu gelangen. Auch das ist meiner Erachtens eine unglaubliche Meisterleistung, die von eisernem Willen zeugt. Schließlich schafft es Shackleton tatsächlich nach mehrmaligen Anläufen, all seine Männer von Elephant Island zu retten. Diese haben dort mehrere Monate unter erbärmlichsten Umständen unter zwei Booten auf Hilfe gewartet und an ihren Boss geglaubt. Dieser hat sie nicht enttäuscht. Nach dem Lesen dieses Buches wird deutlich, dass Shackleton ein ganz außergewöhnlicher Mensch und Expeditionsleiter gewesen sein muss. Viele Führungskräfte können sich in der heutigen Zeit mehrere Scheiben von den Qualitäten dieses Mannes abschneiden und werden doch nicht an ihn heranreichen. Fazit: Ein sehr empfehlenswertes, spannendes Buch von einem äußerst bemerkenswerten Mann.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 20. Januar 2010 | | | | | | | |
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